Hotel im Wandel der Zeit – es begann vor 35 Jahren

Vom grauen Klotz zum schmucken  4 Sterne HotelHotel

Seit 17 Jahren firmiert das Hotel gegenüber dem Tierpark unter dem Namen ABACUS Tierpark Hotel. Die Herberge allerdings kann schon auf eine längere Geschichte verweisen. Vor 35 Jahren wurde das Jugendtouristenhotel des Magistrats von (Ost-)Berlin mit dem Namen „Egon Schultz“ errichtet. Die Straße vor dem Hotel wurde am 14. Januar 1976 nach Franz Mett (1904-1944) benannt, der während des Zweiten Weltkriegs in der Widerstandsgruppe um Robert Uhrig eine führende Position einnahm und im August 1944 wegen angeblichen Hochverrats  hingerichtet wurde.

Gästebucheintrag vom Februar 1988: „Ein armeemäßiges Anrücken zum Essen mit Vollzähligkeitskontrolle wäre ja noch zu verkraften gewesen, wenn man dafür kulinarisch etwas geboten bekommen hätte."

In dem grauen Klotz mit 278 Zimmern übernachteten Jugendliche aus dem Rest der Republik oder aus dem sozialistischen Ausland und erkun­deten das „Hauptstadtleben“. Fünf Tage mit Vollverpflegung für 100 Mark der DDR waren das „Abenteuer“ wert. Das bestand allerdings auch darin, dass der Zimmerservice auf die aktive Mitarbeit des Gastes ausgerichtet war.

Um- und Ausbau zum Geschäfts-, Tagungs- und Cityhotel

Im Jahre 1992 aber wurde es von privater Hand erworben, und es wurde ein Erbbaurechtsvertrag abgeschlossen. Mit einer Investition von 50 Millionen DM in den Jahren 1993/94 setzte eine tiefgreifende Umgestaltung ein – die Entwicklung zum Geschäfts-, Tagungs- und Cityhotel. Es entstand ein schmuckes 4-Sterne-Hotel, das zu den besten seiner Kategorie im Osten der Stadt zählt und in dem die Besucher nun einen anderen Service geboten bekommen. Aus dem Jugendtouristenhotel wurde das ABACUS Tierpark Hotel – Flaggschiff der damals drei Häuser zählenden ABACUS Gruppe. Doch der Kampf gegen unberechtigte Vorwürfe, ein schlechtes Image und die Erblast der Vergangenheit sollte noch einige Jahre in Anspruch nehmen. Davon können wir in Marzahn-Hellersdorf auch ein Lied singen. Noch 2001 unterstellte zum Beispiel ein Redakteur der Zeitschrift Spiegel in einem wenig schmeichelhaften Kommentar dem Hotel trotz renovierter Fassade und neuer Rezeption den Charme eines Jugendtouristen­hotels: „Hier, im Berliner Osten, finden Tagungen statt, auf denen die ‚Rückgangsursachen des Feldhasen’ erforscht werden oder der ‚Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe’ zum Terristik-Symposium [Terraristik? – O.P.] einlädt. Unermüdlich karren Busse Reisegruppen heran, und alle zwei Wochen, vor ihren Heimspielen, kommen auch die Fußballer vom 1. FC Union. Andere Menschen würden an diesem Ort depressiv werden, doch Georgi Wassilew [damaliger Trainer des 1. FCU – O.P.], 54, fühlt sich wohl. Die schüttere Herberge erinnert den Bulgaren, der ohne seine Familie nach Deutschland gekommen ist, ein wenig an daheim.“ Doch sowohl das äußere Erscheinungsbild als auch der exzellente Service und nicht zuletzt die rasant steigenden Buchungszahlen führten diese hämisch formulierte Einschätzung ad absurdum.

Eines der „Beliebtesten Hotels Deutschlands“

Auch für notwendige Erweiterungen wurden Millionenbeträge aufgewendet. So eröffnete im Frühjahr 2003 die Erweiterung des Konferenz- und Bankett-Zentrums, und ein halbes Jahr später kam ein neuer Sauna- und Fitness-Bereich hinzu. Diese Investitionen wurden mit 1.300.000 Übernachtungen allein im Zeitraum von 1993 bis 2008 belohnt. Seit 1997 belegt das Haus im deutschlandweiten Wettbewerb „Beliebteste Hotels Deutschlands“ in der Kategorie 4 Sterne vordere Plätze. Erwähnenswert ist auch die Tatsache, dass im vorgenannten Zeitraum 389 junge Damen und Herren eine Ausbildung als Hotel- und Restaurantfachkraft sowie Koch/Köchin erfolgreich absolvierten. Eine weitere Tatsache:  das Hotelrestaurant  ist ein Ort gepflegter Kulinaristik. Zuverlässigkeit und ein motiviertes und ständig freundliches Mitarbeiterteam binden Gäste, Kunden und Partner, bei denen Hochzeits-, Geburtstags- oder Jugendweihefeiern beispielsweise ebenso gefragt sind wie betriebliche festliche Ereignisse.

Engagiertes Mitglied des MHWK

Nicht nur Hotels wandeln sich: Der MHWK gratuliert Karen Friedel zum 10-jährigen Dienstjubiläum als Direktorin des ABACUS Tierpark Hotels.

Seit 1993 ist das Hotel, vertreten durch Geschäftsführer Dietmar Löffler und Karen Friedel – damals noch Sales Managerin, seit 1. Januar 2001 Direktorin –, Mitglied in unserem Wirtschaftskreis. Wir erinnern uns gern an die vielen gemeinsamen Veranstaltungen, die mit dem und im ABACUS Tierpark Hotel stattfanden. So wurde dort 1996 unsere traditionsreiche Unternehmerparty aus der Taufe gehoben, bei der das ABACUS Tierpark Hotel bis heute für kulinarische Genüsse und stimmungsvolles Ambiente sorgt. Es gibt eine Firmenvereinbarung mit Sonderpreisen für Mitglieder des Wirtschaftskreises, unsere Mitgliederversammlungen – undenkbar ohne das ABACUS Tierpark Hotel – genauso wie die vielfältigen Wirtschaftsgespräche, die dort ihren würdigen Rahmen fanden u. v. a. m.

ABACUS Tierpark Hotel Berlin 4 Sterne HotelWeitere Informationen: www.abacus-hotel.de und schauen Sie doch gleich mal: http://www.abacus-hotel.de/hotelvideo.aspx

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